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Über mich

Mai 2016…

Unerwartet und viel zu früh ist als Mensch aus unserer Mitte gegangen… Mir fehlen die richtigen Worte, doch weiß ich gewiss, dass Jürgen in unseren Erinnerungen weiter leben wird – natürlich auch im Ausdruck seiner Kunstwerke.

Diese Homepage soll ihm nun eine würdige Galerie sein – eine Plattform, in der seine zu Lebzeiten geschaffenen Werke mit der Welt geteilt werden und als ein Teil von ihm weiterleben dürfen. Ich als seine Tochter, werde bemüht sein, diese Seite in seinem Sinne weiter leben zu lassen und Anfragen zu den Kunstwerken und Ausstellungen schnellstmöglich zu beantworten.

Ich bedanke mich – auch im Namen von – für all die Begeisterung und konstruktiven Gedanken seiner Freunde, allen Kunstbegeisterten, Galeristen und an seinem Lebenswerk Interessierten…

Alles Liebe, sein Sonnenschein Katharina!

 

1961 in Zams geboren

(Jürgen Juen), 1961 in Zams geboren und aufgewachsen in Nassereith, im Tiroler Oberland.

Sehr früh verspürte ich den Wunsch mich kreativ auszudrücken und im Alter von ca. 14 Jahren entdeckte ich meine Vorliebe zum Zeichnen und damit eine gute Möglichkeit meine Gedanken in Form von Comiczeichnungen bildnerisch darzustellen.

1976 – 1980 Lehre als Orthopädietechniker mit Schule in Graz, in der mir umfangreiche Kenntnisse der menschlichen Anatomie vermittelt wurden.

 

Aufenthalt in Indien

1982 trat ich einen 1 ½ jährigen Aufenthalt in Indien an. In dieser Zeit begann ich unter anderem wieder mit Rötel- und Kohlestiften zu zeichnen. Nebenbei modellierte und bemalte ich indische Götter und Masken, entwarf Schmuckstücke, fertigte Gliederpuppen u.v.m.

Zurück in Tirol, arbeitete ich hauptsächlich aus finanziellen Gründen wieder als Orthopädietechniker. Während dieser beruflichen Tätigkeit entstanden in den Jahren 1986 bis 1994 einige mittelformatige Kohle – und Kreidezeichnungen in Richtung „fantastischer Realismus“.

 

Im Jänner 1988...

wurde mein Sonnenschein Katharina geboren und im Frühjahr 1989 absolvierte ich die Meisterprüfung als Orthopädietechniker in Klagenfurt.

Soweit es die Zeit als berufstätiger Vater zuließ, experimentierte ich autodidakt mit diversen Acryl - Mischtechniken. Ich ließ mich immer von einem bestimmten Thema leiten und stellte dieses fokussiert auf das für mich damals Wesentliche, reduziert dar.

 

1995 Beteiligung am EU- Projekt

1995 wurde ich nominiert, mich im Rahmen eines EU-Projektes der TKI (Tiroler Kulturinitiative), mit dem Titel „Wörter zu Tirol“, zu beteiligen. 3 Jahre später illustrierte ich im Auftrag der ARGE Weltladen Österreich ein Kochbuch (Comics).

Mittlerweile in Kössen wohnend und in einer inneren Unzufriedenheit meine Malerei betreffend, lernte ich den Wasserburger Bildhauer Walter List kennen. Er stellte mir drei Ytonblöcke und etwas Motivation vor die Tür.

Ab diesem Zeitpunkt entdeckte ich eine neue Leidenschaft für plastische Formgebung, mit deren Möglichkeiten ich mich authentischer in meiner Gesamtheit ausdrücken konnte. Beim nun folgenden Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien, wie Yton, Marmor, Ton, Kunstharz, Bundmetall und Holz, durchlebte ich eine Wandlung hin zu einer surrealen Formsprache, unbewusst immer bemüht die Spannungen des Augenblickes festzuhalten und gleichzeitig Raum für ganz persönliche Geschichten zu schaffen.

 

Schichtholz, Bronze und andere Materialien

Seit einigen Jahren arbeite ich häufiger mit Schichtholz (größere verleimte Holzblöcke), die ich mit der Kettensäge in Form bringe, rasple, glätte und abschließend mit einer Wachspolitur veredle, um den Variantenreichtum an Farbe und den Verlauf der Holzmaserung stärker hervorzuheben. Gelegentlich  ergänze ich Teile der Holzskulpturen mit Bronzeelementen und anderen Materialien.

 

Teilnahme an internationalen Kunstausstellungen

Von 2006 bis 2010 fanden kuratierte Austellungen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz statt, unter anderem eine Auftragsarbeit der Gemeinde Fuldabrück im Rahmen der EUARCA 07 (Europäisches Art Camp). Es folgte die Teilnahme an den internationalen Kunstmessen in China (Shanghai Art Fair 2010) und in den Niederlanden (Art&Living 2010 Rotterdam), sowie an der themenbezogenen Kunstmesse ArtQuerfeld 11 in Basel.

 

2012 Ausflug in die Welt des Schmuckdesign

Aus gesundheitlichen Gründen pausierte ich 2012 mit der Umsetzung größerer skulpturaler Vorhaben und wagte indes einen Ausflug in das Designen von Colliers und anderen Kostbarkeiten.

 

Ein interessantes Projekt 2013

Im Frühjahr 2013 erhielt ich den Auftrag, eine ca. 8,5 m lange und 3 m hohe Innenwand für einen der Aufenthalts-und Wartebereiche des neu erbauten Rehazentrum Kitzbühel, unter Berücksichtigung der Raumakustik und einiger anderer Faktoren, künstlerisch zu gestalten.

 

Auf schriftliche Anfrage

durch die griechische Botschaft in Österreich, mit Hinweis auf das 2nd Ayia Napa Sculpture Symposium auf Zypern, reichte ich mittels Modell und Konzept meine Arbeit ein. Nach positivem Bescheid der Fachjury, wurde ich vom Bürgermeister von Ayia Napa für die Zeit vom 08. März - 29. März 2015, zur Realisierung meines Projektes eingeladen.
Trotz kleiner, zum Teil wetterbedingter Arbeitsunterbrechungen konnte ich die Skulptur aus ortsüblichem Sandstein in dieser Zeit fertigstellen und planmäßig am 27. März im Skulpturenpark von Ayia Napa aufstellen.